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AUSSTELLUNGEN
Das Vorstellen eines Hundes auf einer Ausstellung bedeutet mehr, als ihn ein paar Mal durch den Ring zu führen.
Es bedeutet, das Team Mensch und Hund zu präsentieren, bedeutet oft monatelange Vorbereitung, Pflege und Training.
Funktioniert die Einheit zwischen Hund und Mensch, dann sind Ausstellungen eine willkommene Abwechslung des Alltags,
eine Bestätigung der Trainingserfolge und können Jahreshöhepunkte sein.
Ausstellungen sind auch immer ein Spiegelbild des Vereinslebens der sie organisierenden Hundeklubs und der Situation
der Rassen, die ausgestellt werden.
Abgesehen von der Freude über den Erfolg eines gut abschneidenden Hundes gibt es auf Ausstellungen die Möglichkeit,
Wissen und Erfahrungen zu tauschen, Kontakte zu verabreden und herzustellen, Zuchtverpaarungen anzubahnen und Partner
zu treffen.
Denn vor allem muss das Interesse an der Rasse vorhanden sein, verbindet die Liebe, das gleiche Ziel:
Die Selektion der Besten der Rasse, als Stammeltern künftiger Generationen.
Geschichte der Ausstellungen
Nachdem Hunde- und Bullenkämpfe Mitte des vorigen Jahrhunderts in England verboten wurden, kam man auf die Idee, die
Erscheinungsbilder von Hunden miteinander zu vergleichen. Da es für die ersten Ausstellungen keine verbindlichen
Maßstäbe und Standards für die präsentierten Hunderassen gab, endeten die Ausstellungen oft im Streit, so dass man
sich darauf einigte Clubs zu gründen, welche verbindlich festlegen, welches Erscheinungsbild für die einzelnen
Hunderassen typisch sein sollte. Ihre Aufgabe bestand und besteht darin, einen Standard über die Idealvorstellungen
der einzelnen Rassen aufzustellen, diese zu klassifizieren, Zuchthunde zu registrieren und mögliche Besitzerwechsel
zu überwachen. Hauptaufgabe ist es, diesen Standard auf wissenschaftlicher Basis zu pflegen, zu überwachen und somit
eine Verbesserung des Individuums Hund zu erreichen.
Der Kennel Club war der erste registrierte Hundeklub der Welt und wurde 1873 in England gegründet. 1879 wurde in
Hamburg der erste deutsche Dachverband, die so genannte „Delegierten Commission“ (DC) gegründet. Zusammen mit
Dachverbänden anderer europäischer Länder wurde die
Fédération Cynologique Internationale (F.C.I)
am 22.Mai 1911 mit dem Ziel gegründet, die Kynologie und die Rassehundezucht bei Bedarf in allen Belangen zu
unterstützen und zu schützen.
Die Gründerländer waren:
Deutschland (Kartell für das Deutsche Hundewesen und die Delegierten Kommission)
Österreich (Österreichischer Kynologenverband)
Belgien (Société Royale Saint-Hubert)
Frankreich (Société Centrale Canine de France)
Niederlande (Raad van Beheer op Kynologisch Gebied in Nederland)
Zurzeit sind 80 Mitglieds- und Partnerländer (nur ein Verband pro Land) organisiert, welche ihrerseits für 330
verschiedene Hunderassen eigene Ahnentafeln ausstellen und die Richter ausbilden.
Die F.C.I. garantiert innerhalb ihrer Organisation die gegenseitige Anerkennung der Abstammungsurkunden (Pedigrees)
der Länder, wie auch der Richter.
Aufgabe der F.C.I. ist es u. a. verschiedene Titel von internationalen Schönheits- oder Arbeits-Champions zu verleihen.
Im Einzelnen sind das:
-
Vergabe des CACIB
(Certificat d'Aptitude au Championnat International de Beauté) - Internationales Schönheits-Championat
- wird nur auf Internationalen Rassehunde-Zuchtschauen vergeben
- erhält ein Hund, wenn er das CACIB viermal von mindestens drei verschiedenen Richtern in mindestens drei verschiedenen Ländern zugesprochen bekommt
- zwischen erster und letzter Anwartschaft ein zeitlicher Mindestzwischenraum von 12 Monaten
-
Vergabe des CACIT
(Certificat d'Aptitude au Championnat International de Travail) – Internationales Arbeits-Championat
- Teilnahme an einer CACIB im Mindestalter von 15 Monaten mit einer Bewertung von mindestens "sehr gut"
- ungeachtet seines Alters zwei Anwartschaftsnachweise auf das Internationale Arbeits-Championat, die unter zwei verschiedenen Richtern, in zwei verschiedenen Ländern oder an Prüfungen von Klubs aus zwei verschiedenen Landesverbänden erzielt wurden.
- rassespezifische Anforderungen weit über das übliche Maß des Gehorsams hinaus
-
Vergabe des CACIL
(Certificat d'Aptitude au Championnat International des Courses de Lévriers) – Internationales Renn-Championat
- ungeachtet seines Alter zwei Anwartschaftsnachweise für das internationale Windhunde-Championat (CACIL), gewonnen in zwei verschiedenen Ländern, durch zwei Siege in Rennen oder Coursings welche in einem internationalen Wettbewerb unter der Schirmherrschaft der FCI durchgeführt wurden
- zwischen erster und letzter Anwartschaft ein zeitlicher Mindestzwischenraum von 12 Monaten
-
Vergabe des CACIOB
(Certificat d'Aptitude au Championnat International d'Obéissance) - Internationales Obedience-Championat
- Teilnahme an einer CACIB im Mindestalter von 15 Monaten mit einer Bewertung von mindestens „sehr gut“
- ungeachtet seines Alter zwei Anwartschaftsnachweise für das internationale Obedience-Championat in zwei verschiedenen Ländern erhalten
- zwischen erster und letzter Anwartschaft ein zeitlicher Mindestzwischenraum von 12 Monaten
-
Vergabe des CACIAG
(Certificat d'Aptitude au Championnat International d'Agility) – Internationales Agility-Championat
- ungeachtet seines Alter, drei Anwartschaftsnachweise (0 Fehler, V-Bewertung) von mindestens 2 unterschiedlichen Richtern für das internationale Agility- Championat in zwei Ländern
- Teilnahme an einer CACIB im Mindestalter von 15 Monaten mit einer Bewertung von mindestens „sehr gut“
- zwischen erster und letzter Anwartschaft ein zeitlicher Mindestzwischenraum von 12 Monaten
Seit 1949 ist der „Verband für das Deutsche Hundewesen e. V. (VDH)“ Mitglied im der F.C.I und unterstützt ihre Ziele aktiv.

Im VDH organisieren sich, in ca. 160 Mitgliedsvereinen, etwa 650.000 Mitglieder. Durch sie werden über 250 Hunderassen
mit jährlich bis zu 100.000 Welpen gezüchtet.
Auf etwa 14 internationalen Zuchtschauen vergibt der VDH folgenden Titel:
-
Deutscher Champion (VDH)
- 4 Anwartschaften, davon mindestens zwei auf internationalen oder nationalen Zuchtschauen von mindestens 3 unterschiedlichen Zuchtrichtern
- zwischen erster und letzter Anwartschaft ein zeitlicher Mindestzwischenraum von 12 Monaten
Einer der Mitgliedsvereine ist der Pinscher Schnauzer Klub 1895 e.V.
Er ist der allein anerkannte Rassezuchtverein für alle Pinscher Schnauzer Rassen im Verband für das Deutsche Hundewesen
(VDH), Herausgeber und Eigentümer des Zuchtbuches, das von allen führenden kynologischen Organisationen des In- und
Auslandes (VDH, FCI, AKC, usw.) als gültig und maßgebend anerkannt ist. Durch differenzierte Zuchtregelungen,
Ausstellungsrichtlinien und sachbezogene Beschlüsse der gewählten Gremien ist eine demokratische Einflussnahme auf die
Entwicklung der Rassen gewährleistet. Innerhalb der Bundesrepublik Deutschland bestehen 16 Landesgruppen mit 200
Ortsgruppen und ca. 13.000 Mitgliedern.
Der PSK vergibt auf seine Ausstellungen folgende Titel:
-
Deutscher Schönheits-Champion (PSK)
- 5 CAC-Anwartschaften, davon eine SA-Anwartschaft der Landesgruppe des Besitzers, von mindestens 3 Richtern
- zwischen erster und letzter Anwartschaft ein zeitlicher Mindestzwischenraum von 12 Monaten
- Riesenschnauzer, Schnauzer und Pinscher mit Nachweis auf HD-Zuchttauglichkeit
-
Klubsieger (PSK)
- 3 KSA-Anwartschaften durch mindestens 2 unterschiedliche Richter
- Riesenschnauzer, Schnauzer und Pinscher mit Nachweis auf HD-Zuchttauglichkeit
Zum gemeinschaftlichen Erfahrungsaustausch, der kynologischen Weiterentwicklung und Förderung der Pinscher- und
Schnauzerrassen wurde am 19.03.1977 die Internationale Pinscher und Schnauzer Union (ISPU) gegründet. Sitz der
ISPU ist Deutschland. Zurzeit sind 16 Länder Mitglieder der ISPU. Einmal jährlich findet eine „ISPU-Schau“ statt.
Die ISPU vergibt den Titel eines
-
ISPU-Klubsiegers
- 3 Anwartschaften von KSA-, LG-Zuchtschauen,
- eine davon auf der jährlichen ISPU-Schau
Unsere Hunde errangen den Titel ISPU-Klubsieger und Klubsieger (Baila) und besitzen mehrfache CAC-, PSK- sowie
ISPU-Anwartschaften.
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